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Das Verzascatal im Schweizer Tessin ist vor allem als Instagram-Spot in den letzten Jahren bekannt geworden. In und an den Gumpen des Flusses und vor allem in Lavertezzo tummeln sich die Besucher – nicht nur Influencer, sondern auch Badegäste. Das Wasser der Verzasca erscheint im Kontrast zu den weißgrauen Felsen in einem wunderschönen Türkis. Die Verzasca ist aber mehr als nur ein Fotomotiv – wir waren dort und haben Tipps und Infos gesammelt.

Instagram Verzasca I alpinonline
Getümmel in Lavertezzo – wer das einsame Instafoto haben will, sollte an Randzeiten oder Regentagen hinfahren.

Schwimmen und Besuch der unzähligen Gumpen

Das muss man natürlich gemacht haben. Zu empfehlen ist, das Auto stehen zu lassen, mit den Öffis von Tenero raufzufahren, der Verzasca entlangzuwandern und sich einen ruhigen Platz zu suchen. Ein Wanderweg, der Sentiero Verzasca, führt ganz bis ans Ende des Tales nach Sonogno. Die meisten tummeln sich bei der bekannten Römerbrücke in Sonogno.

Verzasca-Stimmungsbilder – so wie man sie kennt.

Die Verzasca mit dem Kajak befahren

Die Strecke ist relativ schwierig (bis WW V-VI) und sollte nur von Erfahrenen befahren werden, vor allem der untere Teil. Zum Anschauen ist es aber auch für alle anderen spektakulär.

Kajakfahrer auf der Verzasca: auch wenn man nicht selbst im Boot sitzt, sehr beeindruckend.

Wandern und Biken

Außer dem Sentiero sind wir im Tal nicht gewandert. Aber ab Sonogno gibt es einige lange Wanderungen, ebenso ab Lavertezzo. Aufpassen sollte man in den Nebentälern, hier gibt es noch Hütehunde, auf die aber per Schilder und Info-Flyer hingewiesen wird. Hier wird von Wanderungen abgeraten, dafür aber Biken empfohlen, da dies die Hunde anscheinend weniger aktiviert.

Die Wanderungen ab Sonogno haben Gehzeiten bis neun Stunden – Infos zu den Touren sind im Netz nur spärlich vorhanden.

Bouldern

Als Mekka des Boulderns wird es in der Literatur bezeichnet – das Verzascatal. Verschiedene Führer informieren über die verschiedenen Bouldergebiete, v.a. rund um Brione, so z.B. der Verzasca Boulder Guide.

Sonogno mit seinen Steindächern – ein verkehrsberuhigter Ort am Ende des Verzascatales

Anreise, Campen & weitere Tipps

  • Über den St. Bernardino kommend, fährt man durch Tenero am Nordufer des Lago Maggiore bis zur Abzweigung ins Verzascatal. In Tenero gibt es einige Campingplätze direkt am See. Sie sind zwar recht groß, aber trotzdem sehr zu empfehlen. Auch der Preis ist für Schweizer Verhältnisse moderat bis gleich zu unseren Campingplätzen.
  • Ab hier sind es noch ca. 20 km ins Verzascatal. Dort gibt es kaum Stellplätze und schon gar keine Campingplätze. Die kostenpflichtigen Parkplätze (zu empfehlen ist, sich bei easypark anzumelden) füllen sich untertags in rasantem Tempo – also entweder früh oder bei Regenwetter reinfahren. Gerade an den beliebten Spots haben die Camper kaum Platz auf den Parkplätzen. Richtung Talende wird es ruhiger – bis auf Sonogno, dem letzten Ort, wo Autoverbot herrscht. Sonogno ist ein beliebter Touristenspot und hat daher einen großen Parkplatz.
  • Auch zu empfehlen ist es, regional einzukaufen. In Sonogno gibt es Brot aus dem Steinofen, bei manchen Bauern selbst hergestellten Schafskäse.
  • Ebenso empfehlenswert sind die anderen Täler im Tessin, so z.B. das Maggiatal.
  • Für einen Regentag ideal – ein Ausflug zu den Burgen von Bellinzona oder mit dem Rad nach Locarno.
Damit solche Spots auch noch weiterhin für Camper offen bleiben, gilt es die regionalen Angebote zu unterstützen und sich achtsam gegenüber der Umgebung zu verhalten.

Regional und achtsam

  • Nicht nur, um ein gutes Frühstück zu genießen, sondern auch, um Regionalität abseits von Parkplatzkosten zu fördern, sollte man regionale Produkte kaufen: In Sonogno gibt es Brot aus dem Steinofen, bei manchen Bauern selbst hergestellten Schafskäse.
  • Die Regeln für Park- und Stellplätze unbedingt einhalten!
  • Do’s and Dont’s des Campers

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