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Wie starten?

Welche Aurüstung?

Tipps für Eltern

1. Welche Skitouren-Ausrüstung gibt es speziell für Kinder?

Es gibt bereits eigene Skitouren-Ausrüstungen für Kinder. Diese habe nicht nur den Vorteil, dass die Kinder ähnlich komfortabel unterwegs sind wie die Erwachsenen, sondern dass auch die normgerechten Sicherheitswerte eingehalten werden können.

Bindungen und Aufstiegshilfen

Am meisten bin ich von der Dynafit-Ausrüstung samt Pin-Bindung für Kinder begeistert, da hier die Kinder mit relativ geringem Gewicht unterwegs sind und die Anstrengung daher natürlich geringer ist. Dynafit bietet hier ein komplettes Paket inkl. Bindung und Pomoca-Steigfellen an. Das Problem bei kleineren Kindern ist natürlich, passende Schuhe mit den Pin-Einsätzen zu bekommen.

  • Dynafit Seven Summits Youngstar Skiset inkl. ST Rotation 7 Bindung
    Die Bindung bietet in der Längeneinstellung 50 mm Spielraum (plus/minus 25 mm), großartigen Gehkomfort dank dreier Gehmodi und lässt sich auf die am Markt einzigartig niedrigen Auslösewerte zwischen DIN 2,5-7 einstellen.
  • startUp Bindungs-Einsatz 
    Der Bindungseinsatz eignet sich nicht nur, wenn man das Skitourengehen einmal ausprobieren will, sondern auch als langfristige Lösung. Der Adapter kann auf eine Sohlenlänge von 245 bis 305 mm eingestellt und in die Alpinbindung eingesetzt werden (beim Abfahren unbedingt entfernen). Die aufklappbare Steighilfe erleichtert steile Anstiege. Die Altersempfehlung des Herstellers liegt bei ca. 6 bis 12 Jahren. Gewicht nur ca. 840 g / Pr.
  • Derzeit vergriffene oder alte Bindungen: ATK Candy 5 bzw. Hagan Boost JR Rahmenbindung

Ski

Einige Ski-Hersteller produzieren mittlerweile eigene Kinder-Touren- bzw. Freerideski. Ansonsten kann man relativ leichte und meist etwas kürzere Ski verwenden.

Skitourenschuhe

Es gibt Skitourenschuhe für Kinder, bei denen man sogar die Sohle tauschen und eine Profilsohle montieren kann. Somit sind die Schuhe nicht nur zum Tourengehen, sondern auch für die normalen Pistenski geeignet.

Stöcke

Am besten eigenen sich Teleskopstöcke, die über die Jahre mitwachsen, zum Beispiel der K2 Sprout Teleskopstock.

2. Notfallausrüstung und mehr

Genauso wie die Großen sollen die Kinder eine Notfallausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde) mitnehmen. Wenn die Kinder kräftig genug sind, können sie Schaufel und Sonde schon selbst tragen – das macht nicht nur stolz, sondern sie haben gleich die Schaufel dabei, um eine Schanze oder ein Iglu zu bauen. Das Verstecken-und-Suchen-Spielen der LVS-Geräte hilft, auf spielerische Weise Übung mit den Geräten zu bekommen.

Ebenso sind kleine Erste-Hilfe-Pakete, z.B. von Vaude, nicht nur nett für die Kleinen, sondern auch sinnvoll. Mein Sohn hat sein Paket immer mit und konnte auch schon mal in der Schule mit einem Pflaster aushelfen.

Rucksack & Kleidung

Auch hier bin ich Fan von kindergerechter Ausrüstung. Es gibt doch schon von einigen Herstellern kleine Rucksäcke, die den Kindern passen und nicht herumschlankeln. Ebenso ist ein Helm nicht nur für besorgte Eltern, für die Sicherheit der Kinder, sondern auch für einen warmen Kopf sinnvoll. Ein Rucksack mit Helmnetz macht den Transport einfach.

Genauso bei der Kleidung – es muss ja keine teure Markenausrüstung sein, aber für den Aufstieg sollte sie atmungsaktiv (wer schwitzt, kühlt auch schnell aus) sein und für die Abfahrt (und auch das Spielen im Schnee) warm. Ebenso gehören eine gute Sonnenbrille und gute Handschuhe (ev. 2 Paar mitnehmen) zur Ausrüstung.

3. Was müssen Eltern mitnehmen?

Wenn man mit Kindern auf eine Skitour aufbricht, müssen die Eltern natürlich nicht nur fachlich, sondern auch konditionell gut drauf sein – als Eltern braucht man Reserven! Das gilt auch hinsichtlich des Gepäcks, denn man muss natürlich um einiges mehr mitnehmen, als in Fällen, in denen man allein oder nur mit Erwachsenen auf Skitour geht. Folgendes sollte man einpacken:

  • doppelte Wäsche (Haube, Fäustlinge – hier ev. ein zweites Paar …), Sonnen- und Lippenschutz, ev. Kältecreme, gute Sportbrille, Helm und Skibrille zur Abfahrt
  • Tee
  • Essen, Kekse, Schoko, Bananen etc.
  • Erste-Hilfe-Set und Co
  • LVS, Schaufel, Sonde, Biwaksack
  • Immer praktisch sind gute Wärmebeutel
  • Schlauchschal – gegen Kälte und Covid
  • Reparaturzeug für Ski und Felle: sehr praktisch und vielseitig einsetzbar sind z.B. Tape, Ski Straps

4. Wie starten?

Für die Kids:

Walter Zörer von mc2alpin veranstaltet einen 1- bzw. 2-tägigen Workshop für Kinder und Jugendliche zum Thema Skitourengehen und Variantenfahren. Der Schwerpunkt liegt hier nicht nur auf dem gemeinsamen Erlebnis, sondern auch auf Materialkunde, Lawinengefahr und Gehtechnik. Außerdem gibt es einen Materialtest mit der kindgerechten Ausrüstung eines Industriepartners.

Für die Erwachsenen:

Die Erwachsenen müssen natürlich über viel mehr alpines Know-how, Erfahrung und Wissen verfügen als die Kleinen. mc2alpin bietet Safety Days an, bei denen man sein Wissen auffrischen kann, oder man bucht einen Kurs/Fortbildung bei einem alpinen Verein.

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