Hat die veränderte Kommunikationskultur

in den Sozialen Medien

Auswirkungen auf das reale Bergsteigen?

Nach den Beiträgen „Avalanche goes social“ und über die digitalen „Whoowhoo“-Rufe in den heiligen Bergen, in den in der letzten bergundsteigen Ausgabe #98 geht es nun um folgende Frage.

Postets du noch oder bergsteigen du schon. Pic by argonaut

Hat die veränderte Kommunikationskultur überhaupt Auswirkungen auf das reale Tun?

Vorab – JA.

Als Reaktion auf den letzten bergundsteigen Beitrag machte uns ein Leser (Philipp Mayer) auf das Projekt #besafie aufmerksam. Ein Projekt, das Unfallvermeidung zum Ziel hat – Unfälle die aufgrund waghalsiger Unternehmungen passieren, damit man das beste Selfie bekommt.

Zwei bekannte Selfie-Motive in Norwegen sind die Felsen Preikestolen (Preikestolen), Pulpit Rock und Trolltunga (Trolls Zunge), wo ein australischer Student letztes Jahr sogar zu Tode stürzte. Die Zahl der Touristen, die nach Pulpit Rock wandern, ist letztes Jahr von 60.000 im Jahr 2009 auf 300.000 im Jahr 2017 gestiegen, die Besucherzahlen zum Trolltunga zwischen 2011 bis 2016 von 1.000 auf 100.000 gestiegen sind.

„2015 war das Jahr der gefährlichen Selfies mit schweren Verletzungen, da die Menschen extreme Risiken auf der Suche nach dem perfekten Bild eingingen. Ein Selfie ist es nie wert, dafür zu sterben. (…) Der Fokus der #besafie-Kampagne liegt darauf, Touristen zu helfen, zuerst an Sicherheit zu denken, bevor sie sich in die Wildnis wagen. Wir möchten, dass Sie Spaß haben, die Natur zu erkunden und sicher nach Hause zurückzukehren.“
Aus dem Englischen übersetzt von https://www.visitnorway.com/about-besafie/ abgerufen am 16.11.2017.

Nun ist auch im Bergsport belegt, was bereits in anderen Bereichen für Diskussionen sorgt – die neuen digitalen Medienformen und -möglichkeiten haben Auswirkungen auf unser reales Leben.

Inhaltsübersicht

  • Vorteile digitaler Medien
  • Während der Tour – Der Transfer digitaler Phänomene auf reales Bergsteigen
  • Tourenplanung „neu“ – nach Likes und Views
  • Nach der Tour – das Fehlen von qualitativem und direktem Feedback
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